Sprechstunden

Wir bitten zu beachten:

Wir bitten um Verständnis, dass die Fume-event-Sprechstunde nicht angeboten werden kann. Bitte greifen Sie auf die regionalen ärztlichen Versorgungsstrukturen zurück.


Allgemeine Arbeits- und umweltmedizinische Sprechstunde.

In der Arbeits- und umweltmedizinischen Sprechstunde werden Patientinnen und Patienten mit umweltmedizinischen Fragestellungen (Innenraumbelastung, gesundheitliche Beschwerden durch Umwelteinflüsse etc.) sowie mit arbeitsmedizinischen Fragestellungen (Abklärung von Beschwerden am Arbeitsplatz, Frage nach dem möglichen Vorliegen einer Berufskrankheit etc.) betreut. Die Untersuchung kann auf hausärztliche oder fachärztliche Überweisung zur „Umweltmedizin“ und/oder „Arbeitsmedizin“ erfolgen.

Spezialsprechstunde „fume event“

In der Spezialsprechstunde „fume event“ werden Patientinnen und Patienten mit gesundheitlichen Beschwerden nach möglichen Kabinenluftzwischenfällen (fume event) untersucht (Göttinger Empfehlungen bei Verdacht auf gesundheitliche Beeinträchtigungen nach Kabinenluftkontamination). Die Diagnostik orientiert sich an dem jeweiligen Beschwerdebild, bei Bedarf erfolgen Empfehlungen zur weiterführenden Abklärung bei Ärzten anderer Fachdisziplinen.

Um einen möglichen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall plausibilisieren zu können, empfiehlt sich in der Regel,

Die Spezialsprechstunde richtet sich an Patientinnen und Patienten, die

Bei Patientinnen und Patienten, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit als fliegendes Personal gesundheitliche Beschwerden nach einem Flug entwickelt haben, besteht der Verdacht auf einen möglichen Arbeitsunfall. Der Verdacht auf einen Arbeitsunfall wird zuerst beim D-Arzt untersucht, die Mitbehandlung durch die UMG erfolgt in der Regel nach einer entsprechenden D-ärztlichen Überweisung zur Mitbehandlung (§ 11 und 12 Vertrag Ärzte/UV-Träger) zu Lasten der gesetzlichen Unfallversicherung; im Fall einer möglichen Einstellung dieses Heilverfahrens zulasten der Berufsgenossenschaft kann eine Weiterbehandlung zu den jeweiligen Grundsätzen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung erfolgen.

Auszug aus Vertrag Ärzte/UV-Träger

Vertrag gem. § 34 Abs. 3 SGB VII zwischen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV), Berlin, dem Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV-SpV), Kassel, [ab 1.01.2013: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)] einerseits und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Berlin andererseits über die Durchführung der Heilbehandlung, die Vergütung der Ärzte sowie die Art und Weise der Abrechnung der ärztlichen Leistungen (Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger) gültig ab 1. Januar 2011 zuletzt geändert durch Änderungsvereinbarung zum 01.10.2015 Stand: 01.01.2016

§ 11 Besondere Heilbehandlung

(1) Zur Einleitung besonderer Heilbehandlung berechtigt sind nur

- der Unfallversicherungsträger,

- der Durchgangsarzt oder

- der Handchirurg nach § 37 Abs. 3 bei Vorliegen einer Verletzung nach Ziffer 8 des Verletzungsartenverzeichnisses.

(2) Im Durchgangsarztverfahren sollen etwa 80 v.H. aller Fälle von Verletzungen der allgemeinen Heilbehandlung zugeordnet werden.

(3) Besondere Heilbehandlung ist die fachärztliche Behandlung einer Unfallverletzung, die wegen Art oder Schwere besondere unfallmedizinische Qualifikation verlangt. Dazu gehören auch die Erfassung der Zusammenhänge zwischen Arbeitstätigkeit und Unfallereignis, die tätigkeitsbezogene Funktionsdiagnostik, ggf. unter Berücksichtigung von Vorschäden, sowie die prognostische Einschätzung der Unfallverletzung unter dem Gesichtspunkt typischer Komplikationen sowie frühzeitig einzuleitender medizinischer und schulischer/beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen mit umfassender Dokumentation aller Daten, die zur Rekonstruktion von Ursache, Ausmaß und Verlauf der Heilbehandlung relevant sind.

§ 12 Hinzuziehung

(1)Soweit es zur Klärung der Diagnose und/oder zur Mitbehandlung erforderlich ist, sind andere Ärzte oder am Psychotherapeutenverfahren Beteiligte (§ 1 Abs. 2) hinzuziehen. Dies gilt insbesondere, wenn bei der Art der Verletzung der Verdacht auf Mitbeteiligung eines entsprechenden Organs oder Organsystems besteht. Zur Hinzuziehung sind nur Durchgangsärzte berechtigt. Handchirurgen nach § 37 Abs. 3, Augen- und HNO-Ärzte sowie hinzugezogene Fachärzte sind dazu nur berechtigt, soweit es für die Diagnostik und Behandlung auf ihrem Fachgebiet erforderlich ist.

Leistungen zu Lasten der Berufsgenossenschaft Verkehr

Im Frühjahr 2017 hat die BG Verkehr der Universitätsmedizin Göttingen („Spezialsprechstunde „fume event“) schriftlich mitgeteilt, dass

→ In der Zeit nach der Akutphase können Patientinnen und Patienten mit gesundheitlichen Beschwerden nach vermuteter Kabinenluftkontamination mit Überweisung durch den betreuenden Haus- oder Facharzt zur Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung oder der privaten Krankenversicherung vorstellig werden. Der Leistungsumfang entspricht dann den Vorgaben der jeweiligen Krankenversicherung.

→ Wir bitten, die Kostenübernahme mit dem jeweiligen Sozialversicherungsträger abzuklären.