Leistungsspektrum des D-Arztes

Der D-Arzt nimmt in der Regel alle seitens des Unfallverletzten angegebenen Einzelheiten zum Unfallgeschehen einschließlich der individuellen Beschwerden auf und erstellt daraus die entsprechende Anzeige eines Arbeitsunfalls an den jeweiligen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften, Unfallkasse etc.). Das fliegende Personal ist in der Regel bei der BG Verkehr unfallversichert.

Das vertragliche Abkommen der D-Ärzte und der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung sieht vor, dass bei Unfällen mit Gesundheitsbeschwerden, die nicht in das ärztliche Fachgebiet eines Unfallarztes – oft sind dies Chirurgen oder Orthopäden – fällt, eine weiterführende ärztliche Abklärung i.S. einer „besonderen Heilbehandlung“ eingeleitet werden kann. Eine „besondere Heilbehandlung“ ist nach diesem vertraglichen Abkommen zwischen den Ärzten und der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung „die fachärztliche Behandlung einer Unfallverletzung, die wegen Art oder Schwere besondere unfallmedizinische Qualifikation verlangt. Dazu gehören auch die Erfassung der Zusammenhänge zwischen Arbeitstätigkeit und Unfallereignis, die tätigkeitsbezogene Funktionsdiagnostik, ggf. unter Berücksichtigung von Vorschäden, sowie die prognostische Einschätzung der Unfallverletzung unter dem Gesichtspunkt typischer Komplikationen sowie frühzeitig einzuleitender medizinischer und schulischer/beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen mit umfassender Dokumentation aller Daten, die zur Rekonstruktion von Ursache, Ausmaß und Verlauf der Heilbehandlung relevant sind.“

Aufgrund dieser gesetzlichen Grundlage kann der erstbetreuende D-Arzt bei entsprechenden Beschwerden eine D-ärztliche Überweisung zulasten der gesetzlichen Unfallversicherung zur Abklärung der Beschwerden veranlassen.

Mögliche D-ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall

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